Halloween für Gruselmuffel

Halloween für Gruselmuffel

Fakten und ein Alternativprogramm

Am 31.10. ist Halloween. Dann ziehen wieder verkleidete Kinder von Tür zu Tür und fordern „Süßes, sonst gibt´s Saures“. Seit einigen Jahren breitet sich der, aus Amerika stammende, Brauch auch bei uns aus.

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich kann mit dem Gruselfest nicht wirklich etwas anfangen. Ich bin absolut kein Halloween-Fan. Aber ich mag auch generell keine Grusel-oder Horrorgeschichten. Und mit Horrorfilmen kann man mich jagen.
Die gruseligen Halloween-Kostüme bereiten mir schlaflose Nächte und zahlreiche Schreckmomente. Es gibt dafür sogar einen Fachbegriff. Samhainophobie ist die Angst vor Halloween!
Ich bin ein sehr schreckhafter und ängstlicher Mensch, also Halloween- weiche von mir!

Warum also sollte ich mir das antun?

Und ich bin nicht alleine mit dieser Meinung, laut einer Umfrage von Statista können 65% aller Deutschen mit dem Brauch nichts anfangen. Die meisten Befragten gaben an, dass ihnen das Fest zu kommerziell ist.
In der Tat verdient sich die Industrie mit Halloween-Zubehör ( das auch wirklich niemand braucht) ein goldenes Näschen.
Ein Musterbeispiel für eine konsumgeile Wegwerfgesellschaft.

Bei uns in Deutschland wird Halloween seit 1991 gefeiert. Das war die Zeit des Irakkriegs und genau wegen diesem fiel im Jahr 1991 das Faschingsfest aus.
Da die Spielwarengeschäfte aber ihre Lager mit Kostümen gefüllt hatten, wurde kurzerhand das Gruselfest aus Amerika importiert.

Ich glaube, kaum einer der auf Halloweenpartys feiert, oder gar die Kinder die von Haus zu Haus ziehen wissen, um was es da eigentlich geht.
Ich habe recherchiert und kläre euch auf…

Die Geschichte

Es gibt zwei Versionen. Zum einen heißt es, Halloween ist ein christlicher Brauch und stammt aus Irland.
Halloween bedeutet „All Hallow´s Eve“, also der der Abend vor Allerheiligen.

Andere meinen Halloween sei ein keltischer Brauch und beruht auf dem keltischen Fest „Samhain“, welches das keltische Neujahrsfest ist.
Die Kelten glauben daran, dass an diesem Abend die Welten der Toten und der Lebendigen aufeinanderstoßen. Der Legende nach versuchen die Toten Besitz von der Seele der Lebenden zu ergreifen um sich so eine Chance auf ein Leben nach dem Tod zu sichern.
Die Lebenden müssen sich entweder verstecken oder sich als Tote tarnen um nicht erkannt zu werden. Deshalb also die gruseligen Kostüme.

Für mich macht dieses Wissen Halloween aber auch nicht attraktiver…

Was ist typisch für Halloween?

Halloween für Gruselmuffel
Michèle Voigt

Zum einen sind da natürlich die gruseligen Verkleidungen, zum Beispiel als Zombie, Mumie oder Hexe. Weitere typische Merkmale sind Spinnen, Hexenbesen, Fledermäuse, Blut, schwarze Katzen und Totenköpfe.
Typisch für Halloween sind auch Kürbisse, die ausgehöhlt und mit gruseligen Fratzen versehen werden und mit Kerzen ausgeleuchtet werden. Aber was haben Kürbisse mit Gruseln zu tun?
Da kommt ein gewisser „Jack“ ins Spiel. Jack war ein Bösewicht und hatte der Legende nach einen Packt mit dem Teufel geschlossen, diesen aber betrogen. Zur Strafe kam Jack nach seinem Tod weder in den Himmel noch in die Hölle. Damit er nicht in völliger Dunkelheit in der Zwischenwelt umherirren musste, übergab ihm der Teufel glühende, leuchtende Kohlen und eine Rübe. Die Überlieferungen machten aus der Rübe wahrscheinlich einen Kürbis, der von innen beleuchtet wird. Der leuchtende Kürbis wird auch gerne „Jack O´Lantern“ genannt.

Wie wird gefeiert?

Nicht nur Erwachsene feiern Halloween auf zahlreichen Mottopartys im ganzen Land. Dieser Hype wird immer größer und es gibt dort teilweise sogar Motto-Buffets, wo es dann eingelegte Augen, abgehackte Finger oder Gehirn gibt!
Bääääääh!
Ganz besonders hat das Fest es den Kindern und Jugendlichen angetan. Am 31. Oktober verkleiden sie sich und verwandeln sich in blutrünstige, zuckersüchtige Kreaturen und betteln um Süßes! Hier kommt der Spruch „Süßes, sonst gibt’s Saures ( im englischen „Trick or Treat“) zum Einsatz.
Kommt man diesem Wunsch nicht nach, muss man mit einem Streich der Kinder rechnen. Unter lustigen Streichen verstehen Halloween-Fanatiker meistens beschmierte Türklinken, Eier an den Hauswänden und verwüstete Vorgärten.
Ich finde, da hört der Spaß dann auf!

Was tun wenn man Halloween nicht mag?

Ich habe mir ein paar Gedanken gemacht was man an diesem Tag machen könnte wenn man absolut keine Lust hat mitzufeiern.

  • aus Jack O´Lantern eine leckere Kürbissuppe kochen oder andere Kürbisgerichte
  • einen 100% gruselfreien Filmabend machen mit der Lieblingskomödie
  • eine gutes Buch lesen
  • einen Spieleabend mit den Freunden
  • die Klingel ausschalten und evtl. ein Körbchen mit Süßigkeiten zur Selbstbedienung vor die Haustüre stellen
  • eine Gegenveranstaltung planen mit anderen Halloween-Muffeln und einem fröhlichen Motto

Halloween hat für mich weder eine positive Botschaft noch irgendeine sinnvolle Aussage. Ganz im Gegensatz übrigens zum St.-Martins-Fest. Und außerdem sind Sankt-Martin-Laternen viel schöner als Spinnenweben und Möchtegern-Gruselkostüme.

Ich bin zwar auch überhaupt nicht christlich, aber die Geschichte und die Tradition von St. Martin finde ich viel schöner. Da gehe ich mit meinen Kindern lieber zum Laternenumzug.

Ganz egal wie, wo, warum und ob ihr feiert, ihr wisst jetzt jedenfalls Bescheid welchen Ursprung der amerikanische Brauch hat und welche Bräuche es gibt.
All denjenigen die große Halloween-Fans sind und feiern gehen wünsche ich einen „Mordsspaß“ und grüßt mir Jack.

Den Feiermuffeln unter euch sage ich: Es geht rum, es ist nur ein Tag im Jahr!

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